Warum, wieso, weshalb
wir eine Photovoltaikanlage haben.
Endlich ist es soweit: Zum Gemeindefest ist die Solaranlage installiert und wird eingeweiht. Dabei war der Aufbau auf dem Dach des Gemeindehauses das Einfachste an dem ganzen Vorhaben.
Rückblick: In der ersten Sitzung 2000 wird im Kirchenvorstand über ein interessantes Projekt gesprochen: Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (dbu) will Kirchengemeinden, die solarthermische oder photovoltaische Anlagen auf ihre Dächer bauen, mit 50% der Installationskosten fördern.
Dass Anlagen zur Erzeugung regenerativer und umweltschonender Energie wichtig sind, darüber waren sich alle im Kirchenvorstand einig. So wird wird unsere Gemeindehaus schon seit 1981 mit Erdwärme geheizt. Umweltengagement bedeutet, sich für Gottes Schöpfung einzusetzen. Und die Frage nach unseren Energiequellen führt weiter auch zur Frage, woher unsere Lebensenergie kommt.
Die ursprüngliche Absicht war, eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach der Kirche anzubringen. Was würde deutlicher demonstrieren, dass die Bewahrung der Schöpfung ein Anliegen der Kirche ist? Schieferfarbene Solarmodule würden sich auch optisch gut einfügen.
Doch so einfach ließ sich der Beschluss nicht in die Tat umsetzen: Das Denkmalamt lehnte eine Solaranlage auf der Kirche rigoros ab. Es wurde dann vorgeschlagen, die Solaranlage auf das Gemeindehaus zu verlegen. Ein entsprechender Antrag wurde bei der dbu gestellt und genehmigt. Zwei Jahre nach der ursprünglichen Idee, Planung, Genehmigungsverfahren mit dem Denkmalamt, Förderung durch die dbu und dem Engagement der Projektgruppe ist die Solaranlage installiert.
Die Solarzellen auf dem Gemeindehaus wandeln das Tageslicht in elektrischen Gleichstrom mit einer Spannung von 12 Volt um. Ein Wechselrichter passt die Spannung an die 230 Volt Wechselstrom des öffentlichen Stromnetzes an. Der Strom wird ins Netz der Stadtwerke Lemgo eingespeist und nach dem EEG vergütet. Um die Leistung der Solaranlage zu veranschaulichen, werden die Daten gemessen, gesammelt und im PC gespeichert. Auf der Schautafel vor dem Gemeindehaus werden sie aktuell angezeigt. Hier im Internet sind zusätzlich Aufzeichnungen über das Liemer Wetter zu sehen.
Doch die Photovoltaik-Anlage soll nicht nur Strom erzeugen und die Umwelt schonen. Durch weitere Angebote soll sie auch dazu dienen, sich mit der Schöpfung auseinander zu setzen. Dazu sollen Unterrichtsreihen mit den 3./4. Klassen der Grundschule durchgeführt werden. Projekte für und von Konfirmanden sollen im Rahmen des Unterrichtes und bei Gemeindenachmittagen durchgeführt werden. Infoabende für Erwachsene und Besuchsgruppen werden ebenfalls angeboten.
Alle Interessierten können sich täglich von der Funktion der Anlage bei unterschiedlichem Wetter auf der Schautafel überzeugen. Schauen Sie doch bei Ihrem nächsten Spaziergang einmal vorbei!
Gemeindebriefartikel von Stephanie Kükenhöner
|