Gleich wohl gefühlt

Die Tür des Gemeindehauses steht offen. Durch den Windfang komme ich in den großen Eingangsbereich. Mein Blick fällt auf die rote Tür in der roten Wand direkt gegenüber, die in den Saal führt. Es ist ein warmes, einladendes Rot, keine Stoppschild-Farbe.

Mein Blick streift eine Sitzecke mit Sesseln, eine Pinnwand für Plakate, noch mehr rote Türen und ein Auslege-Regal mit vielen Flyern. Bevor ich den Saal betrete, halte ich unwillkürlich inne, weil mein Blick auf eine große hölzerne Inschrift gefallen ist, die an einer Wandseite verläuft: Jesus Christus, gestern, heute und in Ewigkeit. Der Vers wirkt mit seiner geschnitzten Schrift wie aus einer anderen Zeit. Das Gemeindehaus ist schon 1980 erbaut, aber ich finde es immer noch zeitlos schön.

Der große Saal nimmt mich gleich auf. Der Raum wirkt hoch und durch seine vielen Fenster sehr hell. Meine Schritte hallen nicht auf dem glänzenden Parkett. Ich setze mich auf einen Stuhl und lasse den Blick durch die Fenster schweifen über Felder und Bäume und die kleine Fußgängerbrücke über die Ilse.

Überall im Raum entdecke ich Anzeichen von Gemeindeleben: die bunten Bilder des Spielkreises, die Gesangbücher im Regal in einer Ecke, der Geburtstagskalender, ein Wandbehang, Schwarz-Weiß-Fotografien von Lieme aus alter Zeit.

Ich möchte bald wiederkommen.