Zuerst nur eine Kapelle

In Lieme gab es etwa seit der 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts eine kleine Kapelle, die wegen Baufälligkeit abgerissen und an der gleichen Stelle in den Jahren 1923 – 1925 durch den jetzigen Kirchenbau ersetzt wurde.

Das neue Gebäude hat ein Maß von etwa 15 x 25 m. Es ist in Bruchstein erbaut, versehen mit dem 27 m hohem Kirchturm und Schieferdach. Im Kirchturm sind zwei Glocken. Im oberen Bereich ist eine von weitem her sichtbare Turmuhr eingebaut.

Der Haupteingang zur Kirche befindet sich an der Westseite. Durch zwei Portaltüren gelangt der Besucher in den Kirchraum. An der Nord- und Südseite befinden sich Nebeneingänge.

In der Kirche sind Holzbänke, angeordnet in 4 Reihen. Im rückwärtigen Teil der Kirche befindet sich eine Empore mit weiteren Sitzbänken und die große Orgel. Über die Empore erfolgt der Zugang zum Kirchturm. Hier wird die Uhr zweimal die Woche von Hand aufgezogen. Die Kirche bietet für etwa 400 Personen Platz.

An der Ostseite befindet sich um drei Treppenstufen erhöht der sog. Chorraum. Hier befindet sich auch ein großes Fenster, welches mit dem eindrucksvollen Christusbild verglast ist. Eine Treppe führt zur Kanzel. Davor befindet sich eine Funktionsebene, zum Beispiel für den Posaunenchor.

Die Kirche ist hell gestrichen, mit einem farblichen Akzent (rote Bordüre). Tragende Stützen, Kirchenbänke mit Fußboden und Empore sind in dunklem Holz gehalten. Roter Teppichboden und Sitzpolster in gleicher Farbe ergeben eine warme Atmosphäre. An den Wänden befinden sich Anzeigetafeln, mit denen die Lieder des Gottesdienstes angezeigt werden. Zu sehen sind an den Wänden auch Aktionsplakate für verschiedene Gottesdienstthemen.

Der Bau der neuen Kirche, die nun auch schon wieder über 85 Jahre alt ist, ist stark durch Spenden unterstützt worden. Hinweise auf Spenden für den Kirchenbau sind vorhanden, zum Beispiel die Angabe von Spendernamen im Fensterglas.

In der Kirche sind noch zwei Steine aus dem Jahre 1726 vorhanden, nämlich der vom damaligen Grafen Simon Henrich Adolph zur Lippe-Biesterfeld und seiner Gemahlin gestiftete Wappenstein und der Gründerstein zum 1. Gottesdienst der eigenständig gewordenen Kirchengemeinde Lieme am 15. Dezember 1726.