|
|
|
|
|
|
Weihnachtsbrief
wenn ich auf das vergehende Jahr zurückschaue, fällt mir als Überschrift das Wort Veränderungen ein - mit allen willkommenen und anstrengenden, notwendigen und ermüdenden, chancenreichen und hoffnungsvollen Aspekten. Veränderungen sind machmal sehr herausfordernd - wie wir damit umgehen und was wir alles geschafft haben, macht mich dankbar und macht mir Mut.
|
|
Auch dieser Weihnachtsbrief hat sich verändert. Er kommt als Newsletter an alle, von denen wir eine E-Mail-Adresse haben oder ausgedruckt per Post. Wie gut, dass wir beide Möglichkeiten nutzen können und auch digitale Kontaktwege erprobt haben. Im Kindergarten haben wir schon das ganze Jahr die digitale Elternpost und zu unseren gedruckten Eckdaten einen aktuellen Newsletter. Ein großer Dank gilt Stephanie Kükenhöner und Julia Tyson, die sich da so einbringen.
|
Seit Weihnachten 2020 bis zum Sommer haben wir digitale Gottesdienste entwickelt und erprobt. Davon profitieren wir jetzt, wenn wieder mehr Schutzmaßnahmen nötig sind, mehr als gehofft. Seit dem Sommer fanden unsere Gottesdienste überwiegend draußen statt. Was manchmal beschwerlich ist, hatte viele positive Seiten. Nicht nur wegen dem Schutz, sondern auch, weil wir dabei mehr Aufmerksamkeit für das Zusammenkommen über die Gottesdienst-Liturgie hinaus gepflegt haben. Es sind Mittmach- und Treffpunktgottesdienste, die wir auch konzeptionell beschrieben haben. » mitKirche.de Alternative Wege ist auch die Kinderkirche gegangen, um den Kontakt zu pflegen, wenn sie Anlässe zum Spaziergang hin zur Kirche gestaltet haben. Das geht nur durch die vielen Mitarbeitenden in unserem Gottesdienstteam und der Kinderkirche - und dafür vielen Dank.
|
Viele Briefe und kleine Geschenke gingen an die Teilnehmenden des Frühstücktreffs, als die Treffen im Gemeindehaus nicht möglich waren. Nun aber und durch die Impfung war auch ein gemeinsames Frühstück am 2. Dezember möglich. Die Teilnehmenden haben ihren Dank an das Team sehr herzlich gestaltet, und ich schließe mich an. Nach über 20 Jahren Mitarbeit haben wir Sabine Noltekuhlmann aus der Mitarbeit in diesem Team verabschiedet. Klar werden wir sie vermissen und sagen aber vor allem großen Dank für alle Liebe, die sie eingebracht hat.
|
Große Hürden gab es für die Chorarbeit. Die Aerosole wirken hier besonders, Masken und Abstände sind noch hinderlicher, und inzwischen gilt 2G für alle Proben. Das zerrt an den Nerven. Umso kostbarer sind z.B. die Ständchen vom Posaunenchor oder die vielen Kleinstgruppen im Chor. Allen, die sich diesen Mühen so konstruktiv stellen, sage ich herzlichen Dank.
|
|
Die meisten Taufen fanden im Sommer statt - im Garten. Eine ganz anderes Erlebnis als in der Kirche - aber auch mit sehr schönen Erfahrungen. So wie auch die Konfirmationen in kleinen Gruppen. Den neuen Konfi-Jahrgang haben wir zum Erntedankgottesdienst begrüßt. Ihre KonfiZeit findet gemeinsam in unserer Region statt - einem Erprobungsraum in unserer Landeskirche. » Gemeinsamkirche mit neuen, vielfältigen Angeboten, weil Veränderung Chancen birgt.
|
Nur für die Gold- und Diamantkonfirmationen haben wir keine alternative Lösung gefunden. Wir suchen noch. Und wir wissen dabei, der Weg kann nur in die Zukunft gerichtet sein, weil sich eben unser aller Leben zukünftig noch mehr verändern wird.
|
Eine starke Gemeinschaft zeigt sich nicht, wenn alles seinen gewohnten Gang weitergeht, sondern wenn wir Herausforderungen erleben oder eine Not uns trifft. Der tödliche Unfall im Kindergarten war und bleibt schrecklich. Er hinterlässt sehr schmerzliche Wunden zu allererst für die Familie, aber auch bei den Mitarbeitenden und im Kirchenvorstand. "Und muss ich auch wandern im finsteren Tal, fürchte ich ... Unglück" Dieser Teil der vertrauten Worte aus Psalm 23 sind mir sehr hilfreich, weil sie nicht beschönigen. Dass auch die andere Erfahrung hinzugekommen ist, "fürchte ich kein Unglück, denn du bist bei mir", ist umso kostbarer. Das Unglück hat viel Mitgefühl und Hilfsbereitschaft geweckt, die uns immer noch hilft, die Situation zu tragen. Es ist kaum in Worte zu fassen, was alle Betroffenen hier leisten. Dass auch Corona und die notwendigen Schutzmaßnahmen vom Team und den Eltern viel abverlangt hat, kommt hinzu. Danke für alle Gebete, Ermutigung und tatkräftige Unterstützung.
|
Der Brief ist nun schon lang geworden. Und es bleibt dennoch vieles unerwähnt, aber nicht ungesehen und gefühlt. Und auch für den Ausblick bitte ich um noch etwas Aufmerksamkeit.
|
|
Da ist die Frage nach den Weihnachtsgottesdiensten. Wir waren im September sehr zuversichtlich, eine gute Lösung vorzubereiten und haben dazu in den Eckdaten eingeladen. Im Dezember haben wir realisiert, wie sehr die Situation noch einmal kippen kann. Trotz aller Schutzmaßnahmen hat mich das Virus erreicht und nach eimem posiiven PCR-Test das Gesundheitsamt für mich bis zum 27.12 in Quarantäne angeordnet. Für ganz Lippe gelten verschärfte Maßnahmen im öffentlichen und privaten Bereich. Im Kirchenvorstand haben wir intensiv abgewogen und folgende Lösung gefunden.
|
Beide Gottesdienste zu Heiligabend finden statt - draußen, mit 3G-Kontrolle und mit Maske. Das ist für alle und besonders das Team und den Posaunenchor ein Kraftakt. Aber bei schlechtem Wetter? Dann gibt es immer noch angepasste Kleidung und einen angepassten Ablauf mit verkürzter Dauer. Ein 🎁 für den Heimweg haben wir auch vorbereitet. Für die Weihnachtstage plane ich einen Online-Gruß - von meinem Schreibtisch aus. Verändert eben - auf unserem » Kanal bei Youtube ( Link nutzen oder das Suchwort Kirche Lieme bei Youtube eingeben). Für Silvester planen wir einen Online-Gottesdienst aus der Kirche. Alles unter dem Vorbehalt, dass sich mit Omikron, die Lage nicht kurzfristig ändert und wir gesund bleiben oder wieder gesund sind. Ein Vorbehalt, der ja immer im Leben gilt, uns aber nicht immer so vor Augen steht wie in diesem Jahr und diesen Tagen.
|
Und das neue Jahr? Für den Februar haben wir ein besonderes Angebot geplant unter dem Stichwort: "Ilsepark erzählt" und dazu wollten wir allen Mitarbeitenden eine Eintrittskarte schenken als Dankeschön für deinen/IhrenEinsatz. Auch diese Veranstaltung scheint unter aktuellen Coronabedingungen nicht sorgenfrei plan- und durchführbar. Wir prüfen nun ein Verschieben in den Herbst oder das nächste Frühjahr.
|
Was ich nicht verschieben möchte, ist noch einmal meinen ausdrücklichen Dank für deinen/Ihren Einsatz in diesem anstrengenden Jahr. Mögen die Weihnachtstage uns alle spüren lassen, dass und wie wir unter Gottes Segen verbunden sind. Unter veränderten Bedingungnen und angepassten Maßnahmen, aber gemeinsam und unter dem festen Vertrauen, dass Paulus recht hat mit seinem Glaubensbekenntnis im Römerbrief.
|
Mit herzlichen Grüßen Fred Niemeyer
|
|
|
|
Glaubensbekenntnis
Ich bin zutiefst überzeugt: Nichts kann uns von der Liebe Gottes trennen – nicht der Tod und auch nicht das Leben, keine Engel und keine weltlichen Mächte, nichts Gegenwärtiges und nichts Zukünftiges und auch keine andere gottfeindliche Kraft.
|
|
Römer 8,38 in der Übersetzung der BasisBibel
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|