Kirche in Lieme

Gottesdienste und Gemeindeleben

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Die Kirchenbank

Die Bank, auf der 2026 die Video-Interviews mit Menschen aus Lieme aufgenommen werden.

Für das Jubiläumsjahr 2026 lädt die Kirchengemeinde Menschen aus Lieme ein, auf dieser Bank Platz zu nehmen und aus ihrem Alltag, ihrem Verein oder ihrer Institution zu erzählen: Was motiviert sie zum Mitmachen? Welche Erlebnisse hatten sie in der Kirchengemeinde? Und wie wünschen sie sich die Zukunft von Kirche in Lieme – und was können sie selbst dazu beitragen? Die Gespräche werden gefilmt und am Festakt vor dem 1. Advent 2026 in Ausschnitten gezeigt.

⏱ 20 SekundenAuf dieser Bank haben ganz viele Menschen aus unserem Dorf erzählt, was ihnen an unserer Kirche wichtig ist. Vielleicht sitzt ja auch mal deine Oma oder dein Papa hier!

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Stell dir vor, du müsstest vor einer Kamera erzählen, was dir an deinem Dorf und an der Kirche gefällt. Ganz schön aufregend, oder? Genau das haben viele Menschen aus Lieme 2026 gemacht: Sie haben sich auf diese Bank gesetzt, einen Gegenstand mitgebracht, der für sie „Gemeinschaft" bedeutet, und erzählt, warum sie gerne mitmachen – im Kindergarten, im Chor, im Jugendhaus oder einfach beim Kaffeetrinken nach dem Gottesdienst. Und am Ende hat jeder gesagt, was er sich für die Zukunft von Kirche in Lieme wünscht. Was würdest du dir wünschen, wenn du auf dieser Bank sitzen würdest?

⏱ 20 SekundenIch saß auf dieser Bank und musste erklären, was mich eigentlich noch mit Kirche verbindet. Nicht so einfach zu beantworten – aber ich habe gemerkt: Es ist mehr, als ich dachte.

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Als sie mich gefragt haben, ob ich mich für ein kurzes Interview auf diese Bank setzen möchte, war meine erste Reaktion: Wozu? Aber dann kamen die Fragen, und ich merkte, dass ich tatsächlich etwas zu sagen hatte – über das Jugendhaus, über Freundschaften, die dort entstanden sind, über die Freizeiten, die mich geprägt haben. Die schwierigste Frage war die letzte: Wie wünschst du dir die Zukunft für Kirche in Lieme – und kannst du etwas dazu beitragen? Ich habe lange überlegt. Denn eigentlich stimmt es doch: Kirche ist heute nicht mehr einfach da, so wie früher. Sie wird nur da sein, wenn Menschen wie ich mitmachen. Was würdest du auf diese Frage antworten?

⏱ 20 SekundenAls Vater/Mutter im Verein habe ich auf dieser Bank erzählt, was Gemeinschaft für mich bedeutet. Am Ende der Fragen stand die wichtigste: Was gebe ich selbst dazu?

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Ich habe mich mit meinem Vereinstrikot auf diese Bank gesetzt und meinen mitgebrachten Gegenstand erklärt – für mich ist Gemeinschaft ein geteilter Kaffeebecher nach der Probe, nach dem Training, nach dem Gottesdienst. Die Fragen waren einfacher, als ich dachte: Was motiviert dich? Welche Möglichkeiten zur Beteiligung gibt es? Und dann die Frage, die mich am längsten beschäftigt hat: Wie soll Kirche in Lieme in Zukunft aussehen – und was trägst du selbst dazu bei? Ich habe erkannt: Ich kann nicht erwarten, dass „die Kirche" für mich funktioniert, wenn ich selbst nur Konsument bleibe. 2026 ist Kirche nicht mehr selbstverständlich da – sie ist das, was wir gemeinsam aus ihr machen. Genau davon wollten wir auf dieser Bank erzählen.

⏱ 20 SekundenIch durfte als eine der Älteren im Dorf auf dieser Bank erzählen, wie sich Kirche über Jahrzehnte verändert hat. Meine Botschaft an die Jüngeren: Was ihr heute selbst gestaltet, trägt in 50 Jahren wieder jemand anderes weiter.

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Als man mich bat, auf dieser Bank von meinem Leben in der Kirchengemeinde zu erzählen, wurde mir selbst erst bewusst, wie viel sich verändert hat: von der Zeit, als der Gottesdienst noch selbstverständlich voll war, bis heute, wo Menschen aktiv überlegen müssen, ob und wie sie Kirche vor Ort erhalten wollen. Ich habe erzählt, was mir Kirche in schweren und in schönen Momenten meines Lebens bedeutet hat – bei Taufen, bei Beerdigungen, im stillen Gebet, aber auch beim Lachen im Gemeindehaus. Und ich habe gesagt, was ich mir für die Zukunft wünsche: dass es weiterhin Menschen gibt, die bereit sind, sich auf diese Bank zu setzen und ehrlich zu erzählen. Denn genau das haben schon unsere Vorfahren 1726 getan, nur ohne Kamera: Sie haben erzählt, gestritten, gehandelt – und am Ende ihre eigene Kirche gewollt und gebaut.

Quelle: „Das Interview-Setting" (Kirchenbank Interviews.docx, 300 Jahre Kirchengemeinde).