300 Jahre Kirchengemeinde Lieme

Wir feiern 2026 ein großes Jubiläum mit Festschrift, Jubiläumsgottesdienst und Gemeindefest. Was so dazugehört. Wir planen auch einige Aktionen und schauen nicht nur zurück, sondern in die Zukunft.
Denn:

Zukunft entsteht nicht aus Tradition, sondern aus dem,
was wir heute tun.


Mehr zum Thema: » Warum feiern wir

Wie feiern wir?

Dazu veröffentlichen wir regelmäßig aktuelle Infos – hier und unserem Newsletter.

Auftakt

Den Auftakt hat unser Pastor bereits mit einer inspirierenden Silvesterpredigt gemacht. Wer sie verpasst hat oder noch einmal reinhören möchte, findet sie ab sofort auf unserem YouTube-Kanal.

»

Warum feiern wir?

Als unsere Vorfahren 805 Reichstaler auf den Tisch legen mussten

1726 – das ist lange her. Aber wenn man sich die Geschichte genauer anschaut, wird es plötzlich konkret: Damals wollten die Menschen in Lieme eine eigene Kirchengemeinde werden, unabhängig von Lemgo. Aber Graf Simon Heinrich Adolph sagte nicht einfach „Ja, macht mal“. Nein, er verlangte 805 Reichstaler von der Bauernschaft. Das war richtig viel Geld – umgerechnet wahrscheinlich so viel, wie wenn man heute ein halbes Gemeindehaus finanzieren müsste.

Die Leute damals hätten sagen können: „Zu teuer, zu aufwendig, lass mal lieber.“ Haben sie aber nicht. Sie haben das Geld zusammengelegt, die alte Kapelle renoviert, den Kirchhof vergrößert und eine Küsterwohnung gebaut, die als erste Pfarrwohnung diente. Am 15. Dezember 1726 hielt dann der erste Prediger, Adam Konrad Köller, seine Antrittspredigt.

Die haben einfach gemacht, statt nur zu diskutieren.

Das Motto: „Zukunft entsteht nicht aus Tradition“

Genau darum geht’s beim diesjährigen Jubiläum. Das Motto lautet: „Zukunft entsteht nicht aus Tradition, sondern aus dem, was wir heute tun.“ Als wir das zum ersten Mal gehört haben, dachten wir: Stimmt eigentlich. Die große Tradition, die wir heute feiern, war damals auch nur eine mutige Entscheidung von Menschen, die einfach angefangen haben.

Auch später, als 1923 bis 1925 die heutige Kirche gebaut wurde, war das keine Selbstverständlichkeit. Es waren schwierige Zeiten, und trotzdem hat die Gemeinde es geschafft – wieder mit Opfern und Einsatz.

Und was bedeutet das für uns heute?

Manchmal fragen wir uns, ob alles so weitergehen kann wie bisher. Die Kirche muss sich verändern, keine Frage. Aber genau deshalb finden wir den Gedanken des Jubiläums eigentlich gut: Es geht nicht darum, die Vergangenheit zu verklären, sondern darum, heute aktiv zu werden.

Die Generationen nach uns zählen auf uns

Das hat uns beim Lesen der Jubiläumsgeschichte am meisten beeindruckt: Die Menschen von 1726 haben nicht für sich selbst gebaut. Sie haben für die nächsten Generationen gehandelt – für ihre Kinder, Enkel und Urenkel. Für uns.

Und jetzt sind wir dran. Was geben wir weiter? Welche Gemeinde sollen unsere Kinder einmal vorfinden? Das Jubiläum ist ein guter Anlass zu feiern und auch ein Auftrag: Seien wir, wie die Gründer von 1726, bereit zu handeln. Nicht, weil alles perfekt ist, sondern weil es darauf ankommt, dass wir heute etwas tun.